Alle Jahre wieder…Besinnliches oder wie mache ich es besser

Alle Jahre wieder – so lautet die magische Formel des Festes. Der Startschuss, wenn uns mal wieder bewusst wird, dass uns Weihnachten mal wieder völlig überraschend erreicht hat. Gestresst vom Alltag stürzen wir uns nun ins Getümmel um noch schnell Geschenke für unsere Lieben zu kaufen, da diese es nun mal erwarten. Weihnachten erscheint als das Fest im christlichen Kalender, das auf einzigartige Weise Ritualzumutung mit Ritualgenuss kombiniert.

Wieso überhaupt Weihnachten gefeiert wird, „weil das einfach zum Leben dazugehört“, weil es Brauch und Sitte ist und weil es schon immer so war.“

Genau da liegt der Teufel im Detail. Das ist der Grund warum viele Menschen auf der Stelle treten und nichts bewegen. „Weil es schon immer so war…“Das sagen die Politiker schulterzuckend, wenn man sie zu einem Thema fragt, warum was wie gehandhabt wird.

Es wird Zeit für etwas Neues. Geschenke und Überraschungen kann man seinen Lieben das ganze Jahr über bescheren. Schließlich braucht man dafür keinen festgeschriebenen Zeitpunkt, man liebt und schätzt sie doch das ganze Jahr über.

Für die die an diesem frei haben, macht etwas Schönes mit euren Lieben,  verbringt Zeit mit ihnen, denn das ist das Geschenk, was man nicht kaufen und bei Nichtgefallen umtauschen kann, sondern etwas was jedem gefällt und unbezahlbar ist.

Für die die arbeiten müssen, ein dickes danke, das Ihr auch an diesem Tag engagiert seid.

Es gibt Möglichkeiten, auf die ursprünglichen Wurzeln dieses Festes zurückzugreifen, auch wenn man nicht gläubig ist. Gutes tun indem man Menschen anruft (oder noch besser sich trifft), bei denen man sich schon lange nicht gemeldet hat. Menschen (in Einrichtungen, Nachbarn) besuchen, die keine Angehörigen haben. Asylbewerber einladen und mit ihnen gemeinsam kochen. Oder einfach mal abschalten. Ich bin sicher, Ihr habt auch selbst die eine oder andere schöne Idee.

In diesem Sinne, macht mal „was Neues“ und folgt nicht den Pfaden, weil „es schon immer so war“……


Kommentare

2 Kommentare zu Alle Jahre wieder…Besinnliches oder wie mache ich es besser

  1. Achim Agnitio schrieb am

    „…auf einzigartige Weise Ritualzumutung mit Ritualgenuss kombiniert.
    Das klingt nett, ein intelligenter Gedanke.

    „…auf die ursprünglichen Wurzeln dieses Festes zurückzugreifen, auch wenn man nicht gläubig ist. Gutes tun indem man Menschen anruft (oder noch besser sich …“
    Wird so allgemein gesagt. Der ursprüngliche Gedanken liegt in den Saturnalien (siehe Saturn) Dieses „gutsein“ ist eine viel spätere christliche Einfügung, sie ist aktuell und nicht ursprünglich. Vom Konsumgedanken wird das Ganze ein wenig in den HIntergrund gedrängt. Aber davon lebt ja die Gewinn orientierte Kommunikation: Mist produzieren und ständig diesen Mist als Mist denunzieren. Oder anders ausgedrückt: „Kauft zu Weihnachten Parfüm“ und einen Tag später bei google news: „Deutsche kaufen zu viel Parfüm, verlieren wir den eigentlichen Inhalt von Weihnachten?“
    Also, selbst christlichen Inhalte haben Verkaufswert, das ist das eigentliche Kreuz was wir zu Weihnachten tragen.

    • barny schrieb am

      hallo, agnitio,
      das eigentlich zu tragende kreuz scheint m.e. die voraussichtliche nichterfüllung des „In diesem Sinne, macht mal „was Neues“ und folgt nicht den Pfaden, weil „es schon immer so war“……“

      als mutaufforderung zur veränderung fasse ich das auf…

      danke für den hinweis auf den ursprung
      aber nicht dein: (siehe Saturn) sondern: (siehe Saturnalien) bringt aufhellung in wikipedia:

      „Die Saturnalien waren zunächst nur ein römischer Festtag zu Ehren des Gottes Saturn, der als Herrscher des urzeitlichen goldenen Zeitalters galt. … Es war üblich, sich zu den Saturnalien zu beschenken.

      Wichtigster Aspekt der Saturnalien war die Aufhebung der Standesunterschiede, auch Sklaven wurden an diesem Tag von ihren Herren wie Gleichgestellte behandelt, teilweise wurden die Rollen sogar (scherzhaft) umgekehrt“

      tja, so kann ich mich heute über die römer wundern; wie wundert sich jemand in nn jahren über die amis heute?

      lg
      barny

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