Windkraft, falsch gemacht

Die Piratenpartei steht für eine schnelle und umfassende Energiewende. Ganz wichtige Aspekte sind für uns dabei die Einbeziehung der Bürger und die Berücksichtigung anderer Belange, etwa des Umweltschutzes.
Bei Reesdorf in Potsdam-Mittelmark werden diese Aspekte mit Füßen getreten [1]. Weder die berechtigten Einwände der Bürger werden gehört, noch wird auf die Umwelt geachtet. Statt Flächen zu verwenden, die einfachen Zugang und geringe Störung der Natur bieten, wird hier ein Windpark mitten in den Wald gestellt.
Auch in Waldgebieten kann Windkraft mit verhältnismäßig geringen Beeinträchtigungen installiert werden. In diesem Fall jedoch ist das nicht geplant: Mit 1,2 Hektar Totalrodung und 3,9 Hektar Abholzung ist bereits begonnen worden – offensichtlich sollen schnell Fakten geschaffen werden. Die Genehmigung wurde immerhin erst am 28. März 2017 erteilt.
Das Ziel der Energiewende ist es, unsere Energieversorgung nachhaltig zu gestalten. Was in Reesdorf derzeit passiert, ist die nachhaltige Zerstörung eines Biotops. Die Schäden werden noch mehrere Generationen zu tragen haben.
Die einseitige Entscheidung im Sinne der Investoren zerstört Natur, verärgert und belastet Anwohner so wie es unnötig die Unterstützung der Bürger für die Energiewende untergräbt.
Mathias Täge, Direktkandidat der PIRATEN im Wahlkreis 60 kommentiert:
„Wir PIRATEN sind der Meinung, dass die Energiewende auch anders möglich ist. Gerade bei der Errichtung neuer Windkraftanlagen müssen die Prioritäten dringend verändert werden. 
Auf dem kürzlich stattgefundenen Onlineparteitag haben wir Piraten ein Positionspapier verabschiedet, in dem wir die Einrichtung eines Amtes für Nachhaltigkeit und Klimaschutz fordern. [2] 
Die Aufgabe dieses Amtes ist es, solche Waldrodungen wie in Reesdorf gar nicht erst geschehen zu lassen, sondern den Umweltschutz zu berücksichtigen.“
Weiter sagt Täge:
„Dazu kommt, dass bei Großprojekten dieser Art auch eine lokale Beteiligung stattfinden muss. [3] Es sollte außerdem möglich sein, dass Bürger und Gemeinden sich an solchen Projekten finanziell beteiligen können. So wird sichergestellt, dass ein Teil der Wertschöpfung in der Region verbleibt und nicht zu anonymen Investoren abfließt.
 
In jedem Fall ist der Vorgang in Reesdorf völlig inakzeptabel. Es gibt genügend Flächen auf denen ohne Probleme Anlagen errichtet werden könnten. Stattdessen ein Waldgebiet zu wählen ist schlichtweg unverantwortlich.“
Quellen:
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