Unzufriedenheit und Skepsis auf dem Land – Resultat verfehlter früherer  Gemeindegebietsreform

„Als jemand  vom Land, überrascht mich das Ergebnis der im Auftrag der Enquetekommission des Landtages gemachten Umfrage zur Situation im ländlichen Raum nicht. Nach der verkorksten Gemeindegebietsreform 2001 -noch unter Rot-Schwarzer Landesregierung- zeigt sich ein immer größeres Misstrauen der Bürger gegenüber Entscheidungen „von oben“. Bürger haben immer mehr das Gefühl, keinen Einfluss nehmen zu können, wenn Politik über ihre Köpfe hinweg gemacht wird. 2001 wurden einst eigenständige Dörfer zu Bittstellern von größeren Gemeinden  und Ämtern gemacht. Die Verwaltung wurde zentralisiert, so dass Flächen von 200-300 km² Fläche keine Seltenheit sind. Dass die Menschen da bei jeder weiteren angekündigten neuen Gemeindegebietsreform skeptisch sind, kann nur die verwundern, die die Auswirkungen dieser Politik „von oben“ bislang nicht beobachtet haben“, so Wahlkreiskandidat Mathias Täge von den Piraten.
Und Täge ergänzt: „Es gibt heutzutage viel bessere Ansätze, um Kosten zu sparen und den Bürgern ihre Dörfer zurückzugeben. Der Ansatz der Landesregierung zu Ortsteilbudgets geht zwar in die richtige Richtung, greift aber zu kurz. Dank moderner Technik können sich die Dörfer auch komplett wieder selbst verwalten. Eine Dezentralisierung der Verwaltung ist dank Internetanschluss und Verwaltungssoftware möglich. Warum damit den Dorfbürgermeistern und Ortsbeiräten nicht wieder wirkliche Autonomie geben und das Vertrauen der Bürger in die Demokratie stärken? Dies sollte doch wohl unser aller Anliegen sein.“
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