„Zerschlagung der Beratung für Hilfebedürftige“, Bundestagskandidat Schramm kritisiert Landrat Blasig

Als „Zerschlagung der Beratung für Hilfebedürftige“ kritisiert Bundestagskandidat Schramm (Piraten) die Ausschreibung der Schuldner- sowie der Suchtberatung durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark. Hintergrund der scharfen Kritik sind zwei Ausschreibungen des Landkreises Potsdam-Mittelmark mit der sich Bewerber bis zum 26.09.2017 an Ausschreibungen für die Vorhaltung und Gewährleistung einer Schuldner- sowie allgemeinen Suchtberatung im Landkreis Potsdam-Mittelmark beteiligen können. 1.] 

Die Ausschreibungen sehen zeitlich auf ein Jahr befristete Verträge vor. In den letzten Jahrzehnten wurde diese Beratung in Potsdam-Mittelmark immer durch die Arbeiterwohlfahrt gewährleistet.
Schramm (Piraten) weiter:“ Aufgabe des Kreises ist es, Kontinuität und Qualität in der Schuldner- und Suchtberatung zu gewährleisten, um Hilfebedürftigen die Chance zur Überwindung ihrer Probleme zu geben. Zeitlich befristete Verträge bei Trägern der Beratungsangebote verbieten sich deshalb. Den Trägern von Beratungsdienstleistungen muss Planungssicherheit gegeben werden. Ohne Planungssicherheit können Dienstleister ihre Mitarbeiter nicht auf Dauer einstellen, Vertrauen zu Hilfebedürftigen kann nicht aufgebaut werden. Aus der Arbeitspsychologie ist bekannt, dass Mitarbeiter mit in Kürze auslaufenden Verträgen häufiger unmotiviert sind. Es ist deshalb absehbar, dass sich die Qualität der Schuldner- und Suchtberatung bei befristeten Verträgen mit den Dienstleistern deutlich verschlechtern wird. Ich fordere deshalb im Interesse einer weiterhin qualitativ hochwertigen Beratung die sofortige Beendigung der laufenden Ausschreibungsverfahren.“

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