Gedanken zum Jahresende 

Gestern hatte ich aus einem Bauchgefühl heraus einen Tweet abgelassen, der wohl einen Nerv getroffen hat, seit dem über 100.000 mal angesehen wurde und gerade dafür sorgt, dass ich Twitter kaum benutzen kann. [1]
 
Nun mal zum nähreren Verständnis. 
1983 war ich 3 Jahre und lebte in der ehemaligen DDR. Gerade diese Tatsache lässt mich heute noch für Bürgerrechte kämpfen und wenn man sich den technologischen Umbruch der letzten Jahrzehnte ansieht, ist das heutzutage extrem wichtig. Dinge wie Alexa und Co sind da nur der Höhepunkt einer Entwicklung, die seit Jahren schleichend erfolgt und uns irgendwann in einem Überwachungsstaat auf die Füße fallen kann. Anja Hirschel, die Spitzenkandidatin meiner Partei (Piraten) sagte mal „Gebe einer deiner liebsten Regierung nicht die Möglichkeiten in die Hand, die du deiner schlimmst möglichen nicht geben würdest!“ und da hat sie Recht! 
In 2017 erlebten wir eine Regierung unter Trump, wo man neuerdings bei der Einreise in die Staaten seine Socialmediaaccounts offen legen muss. Von den Dingen die Snowden schon über die Geheimdienste offenlegte, fangen wir da nicht mal an. Und auch in Deutschland erleben wir permanent, dass die Überwachungsgesetze und der Datenhunger der Regierungen wächst. Überwachung ist all gegenwärtig, ob durch Regierungen oder Konzerne und wir haben nun sogar den Fakt, dass wir für ein bisschen mehr Bequemlichkeit uns dann auch Alexa und Co in unsere Wohn/Schlafzimmer holen. An Laptops, Smartphones haben wir uns ja schon gewöhnt, die aber auch kleine Wanzen sind, die dann über Funkzellenabfrage, QuellenTKÜ und anderes abgefragt werden und vernetzen nun auch unsere Alltagsgegenstände, die dann ebenfalls abgerufen werden können. Und wenn Innenminister und Geheimdienstler sogar offen fordern auf smarte Dildos zugreifen zu wollen, – was erwarten sie sich davon eigentlich? – gibt es nicht mal mehr einen Aufschrei! [2]
Und es geht munter weiter. Daten fallen an und diese wecken dann Begehrlichkeiten. 
Ein anderer Tweet an diesem Tage zeigt, wohin zu leichtfertige Datensammlung führen kann. [3] Und das sollte uns nachdenklich stimmen. 
Mich als Pirat und Bürgerrechtler stimmt das alles nachdenklich. Es zeigt aber auch, dass wir (Piraten) und unsere Themen immer noch gebraucht werden. 2017 geht zuende und das neue Jahr steht bevor und ich weiß, dass ich auch in 2018 weiter gegen den Datenhunger von Regierungen und Konzernen und für den Erhalt der Bürger/Freiheitsrechte kämpfen werde, die frührere Generationen mühsam erkämpft haben. Der Kampf geht weiter.
Mathias Täge, Beisitzer der Piraten im Kreis Potsdam-Mittelmark
Quelle:

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