Zukunftsfähigkeit von Potsdam-Mittelmark gefährdet?

Für die Sitzung des Kreistages von Potsdam-Mittelmark am 11.10.2018 hat der Vorsitzende der Piraten im Regionalverband Westbrandenburg, Andreas Schramm eine Einwohneranfrage zum veralteten Internetauftritt des Landkreises sowie zu dessen Digital-Strategie gestellt. [1.]

Nunmehr liegt hierzu die Antwort von Landrat Blasig vor. Danach sei die Möglichkeit für den Kreis Daten zu aktualisieren schwierig. An aktuellen Daten interessierte Bürger sollen sich „an Dritte“ wie das Amt für Statistik Berlin/Brandenburg oder die Bundesagentur für Arbeit wenden und dort Einsicht in Unterlagen beantragen. Im Übrigen würden interne Prozesse zur Vorbereitung auf die Digitalisierung laufen, welche jedoch nicht öffentlich zugänglich seien. [2.]

Andreas Schramm, Vorsitzender der Piraten Westbrandenburg sieht durch die mangelnde technische Vorbereitung die Zukunftsfähigkeit des Landkreises Potsdam-Mittelmark gefährdet und erklärt:

„Eine Bürger freundliche Verwaltung sieht für mich anders aus. Da werden Bürger nicht zu fremden Ämtern geschickt, um dort erst Einsicht in aktuelle Daten wie die Bevölkerungsentwicklung nehmen zu müssen. Solche Daten werden von einer Bürger freundlichen Verwaltung selber aktualisiert auf der eigenen Internetseite zur Verfügung gestellt. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark braucht neben mehr Bürgerfreundlichkeit zudem schleunigst eine Digitalstrategie, um auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren zu können. Landrat Blasig hat ein derartiges Konzept augenscheinlich „verschlafen“. So benötigt der Kreis ein transparentes Konzept für die technische Infrastruktur, eine Erweiterung der Online-Dienstleistungsstruktur sowie die Optimierung interner Verwaltungsabläufe.

Statt ein solches Konzept der Öffentlichkeit und den Mitgliedern des Kreistages zu verheimlichen, ist ihnen das Konzept vorzustellen, um Beteiligung und Möglichkeiten für Verbesserungsvorschläge zu eröffnen. Die Geheimhaltung des Landrates wirft hier alleine den Verdacht der augenscheinlich bestehenden Untätigkeit auf. Landrat Blasig kann nun nicht weiter „den Kopf in den Sand stecken“ und muss nun unverzüglich eine Digitalisierungsstrategie vorlegen. Ohne eine derartige Strategie sowie deren Umsetzung setzt Blasig die wirtschaftliche Zukunft von Potsdam-Mittelmark aufs Spiel.“

                                                                                

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